Aktuelles: Science Shop Vechta/Cloppenburg

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Technologietransfer Arena zum Thema Wirtschaft 4.0 - Erfolgsmodell "Made in Germany"?

Der Begriff Wirtschaft 4.0 löst zugleich Hoffnung und Unsicherheit aus. Manche  Betriebe haben Digitalisierung und Vernetzung bereits sehr weit umgesetzt, andere stehen beim Internet der Dinge noch ganz am Anfang. Dieses Spektrum wurde am 18. August 2016 im Science Shop Vechta/Cloppenburg deutlich, als sich knapp 100 Gäste zu einer Technologietransfer-Arena trafen.

    
(Fotos: Steinkamp)

Auf Einladung der Landkreise Cloppenburg und Vechta verrieten zehn Unternehmen aus der Region, was Wirtschaft 4.0 jeweils für sie bedeutet. So berichtete Geschäftsführer Alfred Kessen, dass die Wernsing Feinkost GmbH (Addrup) seit Jahren Roboter im Bereich der Verpackung einsetze. Die Franz Högemann GmbH (Garrel) bietet Automatisierungslösungen für die Futtermittelindustrie an, Geschäftsführer Hermann Gößling stellte dazu einen konkreten Vier-Stufen-Plan vor - der auch Zulieferer und Kunden einbeziehe.

Geschäftsführer Theo Diephaus jun. informierte über neue Produkte der Diephaus Betonwerk GmbH (Vechta), die erst dank weitgehender Digitalisierung auch problemlos in kleinster Stückzahl hergestellt werden könnten. Für die Ludwig Bergmann GmbH (Goldenstedt) fragte Produktionsleiter Johannes Kohls grundsätzlich nach der Kosten-/Nutzen-Relation und nach der Datensicherheit bei einer noch intensiveren Digitalisierung.

Antworten auf diese und viele andere Fragen gab es von drei ausgewiesenen Fachleuten im Bereich Industrie 4.0. Vor allem ließ Johann Hofmann die Teilnehmer der Arena von seinen Erfahrungen profitieren. Der Ingenieur ist Leiter ValueFacturing bei der Maschinenfabrik Reinhausen in Regensburg und empfahl den Unternehmern, Schritt für Schritt vorzugehen: „Wirtschaft 4.0 kann man nicht als fertiges Produkt kaufen.“

Die Diskussion unter der Moderation von Uwe Haring (ecopark) machte deutlich, dass die fortschreitende Digitalisierung ein zentrales Thema für alle Betriebe ist - unabhängig von Branche und Größe. Als wertvoll beschrieben viele Teilnehmer ein enges Miteinander von Wirtschaft und Wissenschaft. Für diese Vernetzung der Kompetenzen steht das Steinbeis-Transferzentrum  Oldenburger Münsterland, das die Arena im Auftrag der Landkreise organisiert hat.

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7. Living Knowledge Konferenz vom 22. bis 24. Juni in Dublin

Der Science Shop Vechta/Cloppenburg hat an der 7. Living Knowledge Konferenz, der internationalen Wissenschaftsladenkonferenz, teilgenommen. Sie fand vom 22.-24. Juni 2016 in Dublin stattfindet. Die eingereichten Proposals für Workshops, Präsentationen und Postersessions sind erfolgreich angenommen worden.

Das Exzellenz-Poster des Wissnet (Netzwerk der deutschsprachigen Wissenschaftsläden) zur 7. internationalen Living-Knowledge-Konferenz bildet die Ergebnisse der ersten deutschsprachigen Konferenz „Exzellenz für Alle!?“ ab. Diese haben wir im November 2015 in Oldenburg durchgeführt. Das Poster stellt sowohl die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dar als auch die Erfahrungen und Auswertungen der Veranstalter_innen. Das Poster wurde erstellt von Björn Huwe (Wissenschaftsladen Potsdam), Christine Gröneweg (Science Shop Vechta/Cloppenburg, Universität Vechta) und Kirsten von der Heiden (AFoReg Interchange und WTT e.V.). Das Poster kann hier downgeloaded werden.

             

Eindrücke von der Living Knowledge (Foto: Gröneweg)

Ferner wurden die Ergebnisse der Exzellenz in einer Präsentation dargestellt. Christine Gröneweg (Science Shop Vechta/Cloppenburg, Universität Vechta) und Kirsten von der Heiden (AFoReg Interchange und WTT e.V.) haben Ergebnisse des Projekt "Einrichtungen partizipativer Wissenschaft" in einem Workshop und einer Präsentation vorgetragen.


 "Hochschule in Verantwortung" - Info-Veranstaltung an der Universität Vechta  fand am 30. Juni 2016 statt


Andrea Japsen von der Leuphana Universität über das Projekt Campus & Gemeinwesen

 Auf europäischer Ebene setzt sich zunehmend das Konzept einer Verantwortungsvollen Forschung und Innovation (Responsible Research and Innovation - RRI) durch, das sich beispielsweise in Form übergreifender Querschnittsthemen wie Ethik, Geschlechtergerechtigkeit, freier Zugang (Open Access) zu öffentlich finanzierter Forschung, Einbeziehung der Gesellschaft in Fragen sowie Strategien und Maßnahmen der Wissenschaft und wissenschaftliche Ausbildung, in den meisten Ausschreibungen des Forschungsrahmenprogramms „Horizon 2020“ wiederfindet.

 Die Universität Vechta zeigt sich nicht nur durch die Beteiligung an einem europäischen Projekt zur Umsetzung von RRI in der Hochschullehre (Enhancing Responsible Research and Innovation through Curricula in Higher Education - EnRRICH) als verantwortungsvolle Hochschule. Angebote zum Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft in der Region, bspw. durch den Science Shop Vechta/Cloppenburg, zahlreiche studentische Praxisprojekte, die Zertifizierung als familienfreundliche Hochschule oder jüngste Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe zeugen vom gesellschaftlichen Engagement der Universität, das sich auch in universitären Forschungsschwerpunkten wie Gender oder Nachhaltigkeit ausdrückt.  

 Anlässlich der Informations- und Diskussionsveranstaltung Hochschule in Verantwortung, die am 30. Juni 2016 stattfand, hat die Universität Vechta zum Austausch über verschiedene Aspekte einer verantwortungsvollen Hochschule in der Region eingeladen. Es wurden Konzepte, Projekte, Praxisansätze, Fördermöglichkeiten und Herausforderungen in Beiträgen aus der Universität sowie aus verschiedenen Hochschulen und Wissenschaftsläden vorgestellt und in zwei Workshops diskutiert, die sich insbesondere dem Konzept "RRI" fokussierten. Anschließend bestand die Gelegenheit zum zwanglosen Austausch mit den Gästen und den Mitwirkenden aus der Wissenschaft bei einem kleinen Abendimbiss.

Detailliertes Programm und weitere Infos hier


Informationsmaterial:

Der Science Shop Vechta/Cloppenburg im aktuellen Forschungsmagazin "Vector" der Universität Vechta auf S. 34/35 und aus dem Vector 2014 auf S. 30-32.

2015        2014

 

Flyer: Science Shop Vechta/Cloppenburg


 

Die Räumlichkeiten des Science Shop Vechta/Cloppenburg werden durch den Landkreis Cloppenburg gestellt.