Garten (um)gestalten

Du möchtest deinen Garten neu gestalten oder umgestalten, dann bist du hier genau richtig. Überlege dir zunächst, was du dir von deinem Garten wünscht, welche verschiedenen Funktionen er erfüllen soll. Dafür haben wir dir unten einige Ratgeber verlinkt.

Aber wo und wie anfangen, fragst du dich vielleicht. Ein guter Rat zu Beginn ist, dass du dir deinen Garten sehr genau anschaust und dir verschiedene Fragen stellst. Das ist wichtig, damit du zum Beispiel die richtigen Pflanzen auswählst, die später gut in deinem Garten gedeihen. Auch die Platzierung von Pflanzen und anderen Elementen will wohl überlegt sein:

  • Wo sind die Himmelsrichtungen? Wo scheint die Sonne im Tages- und Jahresverlauf viel und wo sind eher halbschattige oder schattige Flächen?
  • Wo ist es eher windig, wo windgeschützt?
  • Gibt es Stellen, die eher feucht sind und andere, die zum Austrocknen neigen?
  • Was für einen Boden hat der Garten? Eine Übersicht verschiedener Bodenarten und ihrer Merkmale ist dabei hilfreich.
  • Welche Elemente sind schon da und was davon möchtest du behalten oder auch nicht?
  • Gibt es Richtungen in denen du Lärmschutz oder Sichtschutz möchtest?
  • Was sind die Bedürfnisse anderer Menschen oder auch Tiere, die sich im Garten aufhalten?
  • Wie viel Geld möchtest du ausgeben?
  • Und bedenke nicht zuletzt auch deine zeitlichen Ressourcen! Wie sehr kannst du dich in Zukunft um den Garten kümmern?
  • Welche Jahreszeit ist es jetzt gerade? Denn manche Umgestaltungsmaßnahmen kannst du jetzt angehen, andere solltest du hingegen besser in anderen Jahreszeiten vornehmen.

Du kannst auch einen Plan zeichnen und deine Erkenntnisse dort eintragen. Wenn du einen Grundriss deines Grundstückes hast, kannst du ihn zum Beispiel mit dem Kopierer vergrößern und dann halbtransparentes Papier darüberlegen, auf dem du sehr leicht die wesentlichen Linien nachzeichnen, Informationen eintragen, vorhandene Elemente des Gartens einzeichnen und deine Pläne visualisieren kannst. Du kannst auch verschiedene dieser Papiere für “Vorher” und “Nachher” verwenden.

Bei der Erkundung deiner Wünsche und der Gegebenheiten auf dem Gelände kannst du auch dieses hilfreiche Arbeitsblatt und Begleitblatt aus der Kampagne “Tausende Gärten – Tausende Arten” benutzen.

Erzeugung, Weiterverarbeitung, Lagerung und Transport von Lebensmitteln benötigen Energie und verursachen Treibhausgasemissionen. Darum trägt die teilweise Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln aus dem Garten zum Klimaschutz bei.
  • Eine gute Möglichkeit, mit dem Gemüsegärtnern zu beginnen, ist ein Hochbeet. Einen Ratgeber zum Anlegen findet ihr beispielsweise bei Natur im Garten. Wenn ihr Erde zukauft, etwa für ein Hochbeet, sollte diese torffrei sein, denn Torf ist ein wichtiger Speicher von Kohlenstoffdioxid in den Mooren - und dort sollte er auch bleiben! Mehr zum torffreien Gärtnern und Pflanzsubstraten könnt ihr in der Broschüre von Natur im Garten nachlesen.
  • Damit das Hochbeet sparsamer im Wasserverbrauch ist oder ihr seltener gießen müsst, könnt ihr zum einen die Oberfläche mulchen und zum anderen euch Bewässerungshilfen zu Nutze machen. Die gibt es zum Beispiel in Form von Ollas, unglasierte Tonbehälter, die in die Erde eingegraben und mit Wasser gefüllt werden. Sie lassen sich sogar aus einfachen Tontöpfen selber bauen (Videoanleitung).
  • Ein Kraterbeet ist eine Form von Mischkultur und eignet sich gut zum Anbau von Beeren, Obst, Gemüse und Kräutern. Dabei bietet es besonderen Schutz für temperaturempfindliche Pflanzen und mindert die Verdunstung.
  • Beachtet die richtige Zeit zur Aussaat und zur Pflanzung im Freien. Die Angaben sind bei gekauftem Saatgut stets angegeben. Seid ihr euch unsicher, werft einen Blick in einen Aussaatkalender. Hilfreich ist auch, wenn ihr euch vorab einen Plan macht, wann ihr was wo säen oder pflanzen wollt. Wenn ihr samenfestes Saatgut verwendet, könnt ihr aus euren Pflanzen Samen gewinnen und sie für die nächste Saison aufheben.
  • Bei der Auswahl von Pflanzen solltet ihr unbedingt die Standortbedingungen beachten, manche Pflanzen eignen sich für sonnige, andere für halbschattige Bereiche, und wieder andere können mit schattigen Bedingungen gut zurechtkommen.
  • Kräuter können ideal in einer Kräuterspirale gepflanzt werden, die verschiedene Zonen hat für mediterrane Kräuter bis hin zu solchen, die mehr Feuchtigkeit brauchen. Wer weniger Platz hat, kann auch eine Kräuterpyramide aus mehreren Töpfen bauen, wie in diesem Video.
  • Düngen solltet ihr bevorzugt mit Kompost, denn dieser muss nicht erst mit hohem Energieaufwand produziert und weit transportiert werden, wie dies bei Mineraldünger der Fall ist, sondern der Kompost ist Teil einer lokalen Kreislaufwirtschaft im Garten. Unter den Pflanzen gibt es, je nach Nährstoffbedarf, sogenannte Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Daran solltet ihr euch orientieren, um die benötigte Menge Dünger zu ermitteln und eine Überdüngung zu vermeiden. Tipps und Anleitungen zum Kompostieren findet ihr etwa beim NABU oder bei der Gartenakademie Rheinland-Pfalz.
Eine umfangreiche Broschüre für den Gemüsegarten zum Download findet ihr zum Beispiel auf der Seite von Natur im Garten. Weitere umfangreiche Informationen zum Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern findet ihr etwa bei der Gartenakademie Rheinland-Pfalz.
Ein blühender Garten ist "was fürs Auge", aber er bietet auch vielen Wildtieren Nahrung. Dabei muss ein blühender Garten nicht einmal aufwändiger im Unterhalt sein, als ein kurzer Rasen oder Schottergarten mit vereinzelten Formschnitt-Gehölzen. Auf die richtige Auswahl der Pflanzen kommt es vor allem an.
  • Bei der Auswahl von Pflanzen solltet ihr auf standortangepasste Pflanzen achten (welche Lichtverhältnisse und welchen Boden benötigen die Pflanzen). Heimische Bäume, Sträucher und Wildpflanzen sowie Pflanzen mit ungefüllten Blüten sind vor allem wichtig als Nahrungsquelle für Insekten und Vögel. Außerdem hilft es den Tieren, wenn die Pflanzen zu verschiedenen Zeiten blühen und so über Monate hinweg ein Nahrungsangebot besteht.
  • Statt einer monotonen Rasenfläche könnt ihr einen Blumen- oder Kräuterrasen einsähen, um Insekten Nahrung zu bieten. Ihr könnt auch einen Schmetterlings- und Wildbienensaum anlegen. Neben der bunten Vielfalt an Blüten und den tierischen Gästen machen diese blühenden Wiesen auch noch weniger Arbeit als ein stets kurz gemähter Rasen. Blumenwiesen gibt es mit ein- und mehrjährigen Pflanzen und als Mischungen für verschiedene Standortbedingungen. Einen Ratgeber zum Anlegen einer Blumenwiese findet ihr zum Beispiel bei Natur im Garten.
  • Staudenbeete bestehen aus mehrjährigen Pflanzen, was den Vorteil hat, dass die Bepflanzung nicht jedes Jahr erneuert werden muss.
  • Heimische Wildrosen zum Beispiel sind robust und bieten Nektar für Insekten und Hagebutten für Vögel.
  • Auch für schattige Stellen im Garten lassen sich Pflanzen mit attraktiven Blüten finden.
Tipps zum Lebensraum Naturgarten und wie ihr die Biodiversität, also die Vielfalt an Pflanzen und Tieren in eurem Garten, besonders fördern könnt, geben zum Beispiel der NABU Hamburg oder die Broschüre von Natur im Garten. Informationen zur Insektenvielfalt in Niedersachsen findet ihr auch in einer Broschüre des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.
  • Bei der Pflanzenauswahl solltet ihr gezielt auf heimische Arten setzen. Eine Übersicht über bienenfreundliche Bäume und Sträucher sowie Bienen- und Schmetterlingsstauden stellt zum Beispiel die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zur Verfügung.
  • Verschiedene Wildtiere bevorzugen unterschiedliche Lebensräume und fühlen sich zum Beispiel in einer Wildsträucher-Hecke, in den Ritzen einer Trockensteinmauer oder eines Steinhaufens, auf der Wildblumenwiese, in einem Totholzhaufen oder im feuchten Biotop rund um den Gartenteich wohl. Ein aufrecht stehengelassener Baumstumpf dient auch manchen Arten als Behausung und kann zudem eine hübsche Rankhilfe für Kletterpflanzen sein. An vollsonnigen und trockenen Stellen im Garten, bietet sich ein Sandbeet / Sandarium an. Diese heimischen Wildpflanzen und der sandige Boden schaffen beste Bedingungen für einige Wildbienenarten. An ohnehin feuchten Stellen wäre ein Sumpfbeet die bessere Wahl. Weitere Beispiele für Biotope im Garten findet ihr auch im Naturgarten-Handbuch von "Tausende Gärten - Tausende Arten". Schafft ihr solche vielfältigen Strukturen und "wilden Ecken" im Garten, könnt ihr mit etwas Geduld bald eine Vielzahl an unterschiedlichen Bewohnern beobachten.
  • Eine Schmetterlingsspirale zieht unterschiedliche Arten von Faltern an. Wie ihr sie baut und bepflanzt, erklärt dieser Ratgeber vom NABU.
  • Ein Teich bietet wertvollen Lebensraum für viele Tiere. Falls ein kleiner oder großer Teich für euren Garten nicht in Frage kommt, gibt es auch andere Möglichkeiten um Vögeln und Insekten eine Stelle zum Trinken anzubieten. In einem Kübel lässt sich etwa ein Miniteich anlegen, Tipps dafür gibt zum Beispiel der NABU Hamburg. Auch Video-Anleitungen zum Aufbau eines Miniteichs lassen sich zahlreich finden. Der NABU Baden-Württemberg rät auch zu Vogeltränken und Insektentränken, mit denen ihr Tieren gerade in heißen Sommern helfen könnt. Auch feuchter Lehm wird von manchen Arten gerne zum Bau von Bruthöhlen angenommen und kann am Teichrand oder in einer Insektentränke angeboten werden. Und ganz nebenbei habt ihr so die Gelegenheit, eure wilden Gäste zu beobachten.
  • Wer einen Unterschlupf für Wildbienen schaffen möchte, kann ein Insektenhotel aufhängen. Insektenhotels lassen sich auch leicht selber bauen. Dabei sollten allerdings ein paar Dinge beachtet werden, damit sich dann auch die gewünschten Bewohner einfinden. In dieser Bild-Anleitung und diesem Ratgeber findet ihr gute und schlechte Beispiele, etwa zum richtigen Bohren der Löcher in Hartholz, und Tipps zum richtigen Standort, denn schließlich soll die Behausung in erster Linie nicht euch gefallen, sondern von den Insekten angenommen werden.
  • Auch für andere Insekten könnt ihr eine Unterkunft anbieten, wie diese Broschüre von Natur im Garten erklärt: Marienkäferhaus, Ohrwurmtopf, Florfliegenkasten, Igelhaus, Nistkasten, Fledermauskasten, Nützlingshotel, Schmetterlingskasten, Hummelnistkasten.
  • Pflanzenschutz: Anstelle von Insektiziden solltet ihr Gemüse eher durch Netze oder Vliese schützen und gezielt Nützlinge fördern.
  • Insektenfreundliche Beleuchtung findet überhaupt nur bei Bedarf statt (Bewegungsmelder), hat warm-weiße LEDs ohne UV- und Blauanteile, ist nach unten gerichtet und haben keine Spalte, die für Insekten zur Falle werden können.
  • Wildtiere brauchen mehr als nur einen Garten. Darum sprecht mit Besucher*innen in eurem Garten und Nachbar*innen, erklärt ihnen den Wert der "wilden Ecken" und ermuntert sie, ebenfalls vielfältige Biotope im Garten anzulegen.
Mit der richtigen Gestaltung und den richtigen Materialien können Gärten ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Klimaangepasste Gärten machen außerdem langfristig Freude, sorgen für ein angenehmes Mikroklima und leiden weniger in langen Trockenphasen. Tipps zum Klimaschutz durch bewusste Gartengestaltung und zur Anpassung an den Klimawandel geben zum Beispiel die Gartenakademie Rheinland-Pfalz und der NABU, sowie NABU Hamburg.
  • Die Broschüre von Natur im Garten erläutert, wie ihr durch naturnahe Gestaltungselemente Lebensraum für verschiedene Wildtiere schaffen könnt, zum Beispiel in einer Wildsträucher-Hecke, in den Ritzen einer Trockensteinmauer oder eines Steinhaufens, auf der Wildblumenwiese, in einem Totholzhaufen oder im feuchten Biotop rund um den Gartenteich. Schafft ihr solche vielfältigen Strukturen und "wilden Ecken" im Garten, könnt ihr mit etwas Geduld bald eine Vielzahl an Bewohnern beobachten. Auch bei der Lebensinseln-Initiative findet ihr eine tolle Kurzübersicht über vielfältige Naturmodule. Ebenso könnt ihr auch einen Blick in das Naturgarten-Handbuch der Bundesinitiative "Tausende Gärten - Tausende Arten" werfen.
  • Schottergärten und große gepflasterte Flächen bieten keine oder kaum Nahrung und Lebensraum für Wildtiere. Darüber hinaus verhindern versiegelte Flächen das Versickern von Regenwasser und heizen sich in der Sonne stärker auf. Daher ist es ratsam, Kies oder Pflastersteine nur dort einzusetzen, wo es unbedingt notwendig ist, etwa für Wege oder eine Terrasse. Bei der Pflasterung kann außerdem auf versickerungsfähige Pflastersteine geachtet werden, damit zum Beispiel das Wasser von der Einfahrt nicht in der Kanalisation verschwindet, wo es für die Pflanzen und das Grundwasser verloren ist. Auch wenn wir einen gänzlich mit Kies oder Schotter bedeckten Garten nicht empfehlen, kann eine bestimmte Form, nämlich der Schotterrasen mit speziell für magere Flächen angepassten Pflanzen ein eigenes Biotop in einem Teil des Gartens darstellen.
  • Ein weitläufiger Rasen, besonders in Form eines "englischer Rasens" oder "Golfrasens", ist nicht nur arm an Biodiversität, sondern macht zudem viel Arbeit, da eine kontinuierliche Pflege (mähen, wässern, düngen) und Ressourcenaufwand (Energie für den Rasenmäher, Wasser, Düngemittel) zu seiner Erhaltung notwendig sind. Für Insekten und Vögel gibt es auf solch einem Rasen kaum Nahrung. Daher der Rat, Rasenflächen nur dort zu erhalten, wo sie beispielsweise als Spielfläche gebraucht werden, und ansonsten Wildblumenwiesen oder Staudenbeete mit heimischen Arten zu bevorzugen.
  • Um lange Transportwege zu vermeiden, sind heimische Materialien zu  bevorzugen. Außerdem sollte, etwa bei Gartenmöbeln, auf Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und eine lange Haltbarkeit der Produkte geachtet werden.
  • In dieser Broschüre von Natur im Garten findet ihr auch Themen wie Beetformen, Beeteinfassungen, Wege oder lebendige Zäune.
  • Aus Weidenruten lassen sich Strukturen in verschiedenen Formen bauen, zum Beispiel ein Weidentipi, -tunnel oder -zaun.
  • Denkt auch in die Vertikale, zum Beispiel begrünte Wände mit Rank- und Kletterpflanzen oder Spalierobst.
  • Auch ein Flachdach auf der Garage lässt sich begrünen.
Bewässerungsintensive Gärten machen nicht nur eine Menge Arbeit, sondern verbrauchen, sofern dafür Trinkwasser verwendet wird, auch eine wertvolle Ressource. Klimaangepasst zu gärtnern bedeutet daher zweierlei: einerseits den Bedarf an Bewässerung zu reduzieren bzw. sparsam zu bewässern und andererseits Wasser zu speichern und möglichst lange auf dem Grundstück zu halten.
  • Wo immer es geht, solltet ihr Regenwasser sammeln und speichern, etwa von den Dächern von Haus, Garage oder Schuppen in einer Regentonne, einem größeren Tank oder direkt im Gartenboden.
  • Versiegelte Flächen verhindern das Versickern von Regenwasser. Stein heizt sich zudem in der Sonne stärker auf. Daher ist es ratsam, Kies oder Pflastersteine nur dort einzusetzen, wo es unbedingt notwendig ist, etwa für Wege oder eine Terrasse. Bei Wegen kann auch eine Schicht Holzhackschnitzel eine Alternative sein. Bei einer Pflasterung kann auf versickerungsfähige Pflastersteine geachtet werden, damit zum Beispiel das Regenwasser von der Einfahrt nicht in der Kanalisation verschwindet, wo es für die Pflanzen und das Grundwasser verloren ist.
  • Die Auswahl von standortgerechten Sorten, trockenheitsverträglichen Pflanzen und die richtige Platzierung (sonnig, halbschattig, schattig) tragen dazu bei, den Wasserbedarf zu verringern. An sehr sonnigen, trockenen Standorten könnt ihr auch einen Sandgarten in Betracht ziehen. Diese Wildkräuter und -stauden schätzen einen mageren Boden und kommen mit wenig Wasser aus.
  • Tipps für ein besseres Mikroklima in heißen Sommern gibt zum Beispiel der NABU. Dazu gehört beispielsweise der Schutz vor Wind und Verdunstung durch passende Hecken und Gehölze.
  • Ein weitläufiger Rasen, besonders in Form eines "englischer Rasens" oder "Golfrasens", ist nicht nur arm an Biodiversität, sondern macht zudem viel Arbeit, da eine kontinuierliche Pflege (mähen, wässern, düngen) und Ressourcenaufwand (Energie für den Rasenmäher, Wasser, Düngemittel) zu seiner Erhaltung notwendig sind. Daher sind Wildblumenwiesen oder Staudenbeete mit heimischen Arten zu bevorzugen.
  • Die Verdunstung in Gemüse- oder Staudenbeeten lässt sich durch Mulchen reduzieren.
  • Gießen zur richtigen Zeit hilft auch dabei, Wasser zu sparen - am besten früh morgens! Tipps zum wassersparenden Gießen bekommt ihr zum Beispiel in der Broschüre von Natur im Garten.
Ein Garten hat sein eigenes Mikroklima, welches durch Faktoren wie Windschutz, Schatten oder Bodenversiegelung beeinflusst wird. Die folgenden Tipps helfen euch dabei, ein Mikroklima im Garten zu erzeugen, bei dem ihr euch an heißen Sommertagen wohl fühlt und bei dem Aufwand und Ressourceneinsatz für die Bewässerung minimiert werden.
  • Bevor ihr mit dem Pflanzen von Bäumen und Gehölzen oder anderen größeren Umgestaltungen beginnt, solltet ihr unbedingt euer Grundstück beobachten und verstehen, wo Sonnenverläufe zu verschiedenen Jahreszeiten sind und welches die häufigste Windrichtung ist. Bei der Auswahl von passenden Bäumen hilft zum Beispiel der BAUMnavigator, aber auch die Fachberatung in einer Baumschule.
  • Tipps für ein besseres Mikroklima in heißen Sommern gibt zum Beispiel der NABU. Dazu gehören zum Beispiel Schatten und der Schutz vor Wind und Verdunstung durch passende Hecken und Gehölze oder die Kühlung durch Teiche.
  • Versiegelte Flächen verhindern das Versickern von Regenwasser und heizen sich in der Sonne besonders stark auf. Sie sollten daher reduziert werden, um Feuchtigkeit im Boden zu halten bzw. bei ihrer Verdunstung Kühlungseffekte zu erleben.
  • Ein besonders günstiges Mikroklima, etwa für Gemüse, schaffen Pflanzungen in Form eines Kraterbeetes. Sie speichern Wärme und Feuchtigkeit, schützen empfindliche Pflanzen vor Wind und bieten verschiedene Zonen für Pflanzen die mehr oder weniger feuchte Böden bevorzugen.
  • Ein Hochbeet passt oft auch in einen kleinen Garten und ermöglicht den Anbau von Obst, Gemüse, Salat und Kräutern.
  • Bei einem kleinen Garten bietet es sich an, in die Höhe zu denken - das passende Stichwort ist vertikales Gärtnern. Das kann bedeuten, Wände und Spaliere zu begrünen und Hängeampeln zu nutzen. Bei einem Pflanzregal stehen Blumenkästen oder Töpfe auf mehreren Ebenen übereinander. Auch ein Gemüseturm und ein Kräuterturm gehen in die Vertikale und bieten dabei Platz für Pflücksalat, Kräuter oder Erdbeerpflanzen.
  • Bei der Auswahl von Obstgehölzen gibt es spezielle kleinwüchsige Sorten und solche, die sich in Säulen- oder Spalierform ziehen lassen.
  • Wenn ein großer Kompost nicht in Frage kommt, dann kann man im kleinen Garten mit einem Wurmkomposter oder Bokashi arbeiten, um lokale Nährstoffkreisläufe zu schaffen.
Mehr Tipps zum Gärtnern auf Balkon und Terrasse, die auch für kleine Gärten nützlich sein können, findet ihr in dieser Infobroschüre von Natur im Garten.
In einem Garten mit Bäumen, Sträuchern, Steinen, wilden Ecken und vielleicht einem Teich gibt es viel mehr zu entdecken und Naturmaterial zum Spielen, als in einem Garten, der nur aus einer Rasenfläche besteht.
  • Beerensträucher und Erdbeerpflanzen laden zum Naschen ein.
  • Kinder können direkt erleben, wie Gemüse wächst. Dazu eignet sich auch gut ein Hochbeet. Oder wie wäre es zum Beispiel mit einem Hochbeet für die fünf Sinne oder einer "ForscherInnenkiste"? Auf der Seite Natur im Garten findet ihr ein paar Anregungen für die Bepflanzung.
  • Zum Spielen und Verstecken eignen sich ein Weidentunnel oder Weidentipi.
  • Beim Bau von Insektenhotels und anderen Nützlingsunterkünften können Kinder mit anpacken und dabei etwas über die zukünftigen Bewohner lernen. Verschiedene Anregungen findet ihr zum Beispiel in dieser Broschüre.
  • Dekoratives und Fantasievolles aus dem Garten: vom Wildblumenstrauß bis zu Figuren aus Tannenzapfen, Kastanien und Co.
  • Einen umfangreichen Ratgeber für die Gestaltung von naturnahen Freiräumen für Kinder(gärten) stellt Natur im Garten zur Verfügung. Darin erfahrt ihr zum Beispiel etwas über ruhige und aktive Spielbereiche und Naturwerkstatt-Aktivitäten.
  • Weitere Publikationen vom Grünen Spielplatz bis zu Kräuterkunde in Kindergarten und Grundschule findet ihr über den NaturGarten Verein.

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