Allgemein Forschung mit und für die Region TeRRIFICA Transfer

Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft erfolgreich gestaltet werden?

Internationale Online-Konferenz im TeRRIFICA-Projekt bietet Möglichkeit zum Austausch über Methoden zur partizipativen Zusammenarbeit im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung

Für viele Neuland, aber dennoch von großem Interesse: Am Mittwoch, 22.05.2019 fand die erste Online-Konferenz im TeRRIFICA-Projekt unter der Leitung der Projektbeteiligten der Universität Vechta statt. Eingeladen wurde zum Austausch über den Einsatz partizipativer Methoden in Leuchtturmprojekten aus dem Bereich Klimaschutz und/oder Klimaanpassung der sechs europäischen TeRRIFICA-Pilotregionen. Bei partizipativen Methoden steht die aktive Einbindung von Betroffenen in ein Projekt oder einen Prozess im Vordergrund, um so gemeinsam neue Lösungen oder Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Der Einladung zur Online-Konferenz folgten etwa 70 Interessierte aus verschiedenen Teilen Europas, aber auch Teilnehmende aus Asien und Afrika hatten sich für die vierstündige Veranstaltung über ihren eigenen Computer eingeloggt oder verfolgten den TeRRIFICA-YouTube-Livestream.    

Bildnachweis: Universität Vechta/Christian Meyer

Nach einem Expertenbeitrag von Dr. Angela Connelly von der Manchester Universität in Großbritannien, in der sie verschiedenste Facetten der Ko-Kreation-Methode beleuchtete, folgten die Beiträge aus den Pilotregionen in Weißrussland, Frankreich, Deutschland, Polen, Serbien und Spanien. Sechs Länder, sechs völlig unterschiedliche Kulturen und verschiedenste Herausforderungen bezüglich der Folgen des Klimawandels: Dennoch kristallisierten sich in den Vorstellungen der Leuchtturmprojekte schnell einige Faktoren heraus, die – unabhängig von der Projektart und dem Projektschwerpunkt – unbedingt für eine erfolgreiche Durchführung eines Vorhabens in diesem Bereich beachtet werden sollten. Zu diesen Faktoren gehört auch das gegenseitige Vertrauen zwischen den beteiligten Akteuren. Dieses muss immer wieder bestärkt werden – unter anderem in formellen oder informellen Treffen. Auch wichtig in Ko-Kreation-Projekten ist das Konfliktmanagement, besonders dann, wenn es zu Interessenskonflikten kommt.

Durch die besondere Vielzahl an Erfahrungen, die in die Online-Konferenz eingebracht wurden, konnten alle Teilnehmenden wertvolle Anregungen und praktische Umsetzungsratschläge aus der Veranstaltung für die eigene Arbeit mitnehmen. Aufbauend auf dieser Online-Konferenz finden nun in den Pilotregionen detaillierte Analysen von Leuchtturmprojekten mit einem Ko-Kreation-Ansatz statt, die abschließend in einem Bericht aufbereitet und zusammengefasst werden. Diese Arbeit wird in einer zweiten Online-Konferenz am 18.09.2019 vorgestellt.

Der Livestream der Veranstaltung steht hier zur Verfügung:

https://youtu.be/j7x99W4SmP8

Weitere Informationen zum TeRRIFICA-Projekt, zur Online-Konferenz und zu den anstehenden Veranstaltungen finden Sie unter https://www.wissen-teilen.eu/terrifica-territorial-rri-fostering-innovative-climate-action/

Gefördert wird TeRRIFICA von der Europäischen Kommission im Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 (Project ID H2020-824489)