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Technologietransfer Arena zum Thema Wirtschaft 4.0 – Erfolgmodell “Made in Germany”?

Der Begriff Wirtschaft 4.0 löst zugleich Hoffnung und Unsicherheit aus. Manche  Betriebe haben Digitalisierung und Vernetzung bereits sehr weit umgesetzt, andere stehen beim Internet der Dinge noch ganz am Anfang. Dieses Spektrum wurde am 19. August 2016 im Science Shop Vechta/Cloppenburg deutlich, als sich knapp 100 Gäste zu einer Technologietransfer-Arena trafen.

Die Experten mit Moderator Uwe Haring

Bildnachweis: J. Steinkamp/Landkreis Vechta

Diskussion in großer Runde

Bildnachweis: J. Steinkamp/Landkreis Vechta

Auf Einladung der Landkreise Cloppenburg und Vechta verrieten zehn Unternehmen aus der Region, was Wirtschaft 4.0 jeweils für sie bedeutet. So berichtete Geschäftsführer Alfred Kessen, dass die Wernsing Feinkost GmbH (Addrup) seit Jahren Roboter im Bereich der Verpackung einsetze. Die Franz Högemann GmbH (Garrel) bietet Automatisierungslösungen für die Futtermittelindustrie an, Geschäftsführer Hermann Gößling stellte dazu einen konkreten Vier-Stufen-Plan vor – der auch Zulieferer und Kunden einbeziehe.

Geschäftsführer Theo Diephaus jun. informierte über neue Produkte der Diephaus Betonwerk GmbH (Vechta), die erst dank weitgehender Digitalisierung auch problemlos in kleinster Stückzahl hergestellt werden könnten. Für die Ludwig Bergmann GmbH (Goldenstedt) fragte Produktionsleiter Johannes Kohls grundsätzlich nach der Kosten-/Nutzen-Relation und nach der Datensicherheit bei einer noch intensiveren Digitalisierung.

Antworten auf diese und viele andere Fragen gab es von drei ausgewiesenen Fachleuten im Bereich Industrie 4.0. Vor allem ließ Johann Hofmann die Teilnehmer der Arena von seinen Erfahrungen profitieren. Der Ingenieur ist Leiter ValueFacturing bei der Maschinenfabrik Reinhausen in Regensburg und empfahl den Unternehmern, Schritt für Schritt vorzugehen: „Wirtschaft 4.0 kann man nicht als fertiges Produkt kaufen.“

Die Diskussion unter der Moderation von Uwe Haring (ecopark) machte deutlich, dass die fortschreitende Digitalisierung ein zentrales Thema für alle Betriebe ist – unabhängig von Branche und Größe. Als wertvoll beschrieben viele Teilnehmer ein enges Miteinander von Wirtschaft und Wissenschaft. Für diese Vernetzung der Kompetenzen steht das Steinbeis-Transferzentrum  Oldenburger Münsterland, das die Arena im Auftrag der Landkreise organisiert hat.

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